Interreg-Projekt: Förderung seltener Vogelarten in Obstgärten

Obstgärten und Streuobstwiesen sind ein wahres Naturparadies für Vögel. Die knorrigen, hohen Bäume bieten – im Gegensatz zu Obstplantagen – auch seltenen Vogelarten Lebensraum. In Baden-Württemberg gab es früher besonders viele Streuobstflächen, die sich jedoch seit Jahren im Rückgang befinden. Damit einher geht die Bedrohung der Existenz vieler Vogelarten.

Das Interreg-Projekt „Förderung seltener Obstgarten-Vogelarten“ wurde zusammen mit Pronatura Schaffhausen 2009 initiiert und dauerte bis Ende 2012. Im Gebiet nördlich des Rheins von Waldshut bis Kreuzlingen hatte sich ein Team von 21 Projektpartnern konstituiert. Naturschutz-organisationen, der Landkreis Waldshut und der Kanton Schaffhausen sowie zahlreiche Städte und Gemeinden hatten in den letzten vier Jahren mit Artenschutzmaßnahmen, Biotop-Pflege und Öffentlichkeitsarbeit die Hochstamm-Obstgärten dieser großen Region gefördert. Insbesondere an den vier stark zurückgegangenen Vogelarten

  • Gartenrotschwanz
  • Wendehals
  • Wiedehopf
  • Steinkauz

wurde untersucht, wie man die Qualität ihres Lebensraumes erhalten und verbessern kann. Ein erfreuliches Ergebnis ist, dass es im Hegau noch relativ gute Vorkommen der Zielarten Gartenrotschwanz und Wendehals gibt. Nach Jahrzehnten hat bei Schaffhausen wieder der erste Wiedehopf gebrütet.

  • In den aussichtsreichsten Gebieten wurden Nistkästen angebracht, auch für den Steinkauz.
  • In den Gemeinden Tengen, Rielasingen-Worblingen und Radolfzell wurden mit unserer Unterstützung Sortengärten mit alten Kernobstsorten angelegt
  • Waltraud Kostmann hat mehrfach „Streuobst-Projekttage“ in Schulen und Kindergärten durchgeführt.
  • Frau Ina Geiger-Frischbier hat im Auftrag des Kreisverbandes ein „Netzwerk Streuobst Hegau“ organisiert, an dem sich bisher 25 Obstwiesenbesitzer beteiligen.

Weitergehende Informationen:

  • Interreg-Projekt: Obstgartenbericht 2010
  • Interreg-Projekt: Planungen 2011
  • Nistkasten-Projekt des Ortsverbandes  Engen und Mühlhausen-Ehingen
  • Umweltamt der Stadt Radolfzell spendiert 138 Bäume für das Projekt. Mehr....
  • Kontakt zu Frau Geiger-Frischbier: Tel. 07733/77 10 oder Mail


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