BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Aktuelles aus dem Landkreis


Windpark Verenafohren - Entwicklung der Biodiversität

Untersuchungen über die Entwicklung der Freiflächen im Bereich der Windräder und an den Zufahrtswegen. Ziel der Untersuchungen ist festzustellen, wie weit die neu entstandenen Freiflächen einen Beitrag zur Biodiversität erbringen können. Es fanden bisher drei Begehungen statt am 10. Mai 2017, am 15. Mai 2018 und am 29. Juni 2018.

Nach der Rodung von Waldflächen entwickelt sich typischerweise eine Schlagflora.  In Verenafohren ist diese Schlagflora jetzt im zweiten Jahr großflächig auf den Lichtungen um die Windräder entwickelt. Dominierende Arten sind Tollkirsche, Kleinblütige Königskerze, Huflattich, Echtes  Johanniskraut, Behaartes Johanniskraut, Wald-Schaumkraut, Steife Wolfsmilch, Kriechender Günsel und Sparrige Segge, außerdem verschiedene Distelarten: Gemeine Kratzdistel, Sumpf-Kratzdistel, Acker-Kratzdistel.

Mit ihrem Nektarreichtum sind sie sehr anziehend für zahlreiche Schmetterlinge und Wildbienen. Weitere Arten der Schlagflora sind Mehlige Königskerze, Nachtviole, Behaarte Karde, Wilde Karde und Barbarakraut. Im Laufe der Jahre werden diese Schlagpflanzen weitgehend zurückgehen und Platz für ausdauernde Pflanzen machen..............

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Interreg-Projekt V "Kleingewässer"

Seit letzten Sommer werden von verschiedenen BUND-Gruppen Projekte gestartet, die sowohl neue Kleingewässer als Amphibien-Laichgebiete anlegen als auch bestehende Teiche und Tümpel wieder renaturieren.

Wir werden hier über diese Projekte berichten.

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Interreg-Projekt: Neuer Laichtümpel im Mooser Wald

Im Mooser Wald wurden bei den jährlichen "Amphibien-Monitorings" regelmäßig über 300 Laichballen des Grasfrosches entdeckt, die mangels eines echten Laichgewässer in Gräben und flachen Wassermulden lagen.

Aus diesem Grunde wurde zusammen mit der Forstverwaltung ein geeignetes Gebiet zur Anlage eines Laichtümpels gesucht. Der geplante Teich sollte 100m² groß und in der Mitte 1 m tief werden. Der Uferbereich sollte recht flach auslaufen. Da das Waldgebiet sehr feucht ist, konnte mit einem Wasserzufluss aus dem Erdreich gerechnet werden.

Am 12. Januar 2018 wurde das ausgesuchte Waldstück zunächst von den umgefallenen Bäumen und einigen wild wachsenden Bäumen befreit. Hierzu waren die ehrenamtlichen Helfer der BUND-Gruppe mit Motorsägen und Handarbeit am Werk.

Ende Januar kam dann ein Bagger zum Einsatz. Da der vorgesehene Platz an einem Forstweg liegt, konnte er mit seinem langen Ausleger die Erde ausheben und verteilen ohne dass er weit in den Wald fahren mußte.

Innerhalb eines Tages war der Teich bereits mit Wasser vollgelaufen. Inzwischen wurden bereits die erten Laichballen im Teich registriert.

Das Projekt wird im Rahmen des Interreg V gefördert.
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BUND-Gruppe Singen: Aktion im Rahmen des Interreg-Projektes.

Ende Februar traf sich die Singener BUND-Gruppe im Gewann Seewadel (Nähe Sennhof), um zum zweiten Mal für das Interreg-Projektes zu arbeien. Der herrlich sonnige Tag machte das Arbeiten der 7 köpfigen Gruppe leicht. Der Randbereich des Waldsees wurde ausgelichtet, damit ein Bagger Zugang zum Moor findet und dort die dicke Blätterschicht, die sich über viele Jahre angesammelt hat, aus dem See heraus zu schöpfen.

Hierdurch finden Fröschen und Libellen eine offene Wasserfläche vor, die sie als natürlichen Lebensraum für die Fortpflanzung benötigen. Damit ist ein erster Schritt in dem Projekt gemacht, dem weitere folgen werden.

Fachmännische und handwerkliche Unterstützung gab es vom Naturschutzzentrum "Westlicher Hegau" durch Eberhard Koch, Karlheinz Guldin und den Praktikanten Luis. Für alle Beteiligten war der Einsatz ein kräftezehrender aber auch gewinnbringender Tag, denn die Arbeit in freier Natur hat allen sichtlich Spaß gemacht.

Die Reisegruppe aus dem Kreis Konstanz
Das Team von der BUND-Gruppe und dem Naturschutzzentrum
Quelle: http://www.bund-kreis-konstanz.de/startseite/